Selfoss – selfhosted RSS-Sync, Fever Alternative

selfoss_01_logoSeit Googles Ankündigung GoogleReader am 1. Juni 2013 in Rente zu schicken sind neue RSS-Sync-Dienste in aller Munde. Der zur Zeit am heißesten gehandelte Kandidat hört auf den Namen Fever. Fever ist ein kostenpflichtiges Script ($30 Lifetime Licence) welches auf einem eigenen Webserver gehostet werden muss, die alten Daten von Google können per Google-Checkout direkt übernommen werden. Der in der Mac-Welt recht populäre Feedreader Reeder beherrscht seit dem neuen Update auch den Feever-Sync Dienst, so kann komfortabel auf dem Mac-Rechner und auf iOS Geräten gelesen werden.

Wer nicht gleich $30 für einen neuen Sync-Dienst ausgeben möchte, aber noch Kapazitäten auf dem eigenen Webserver hat, der sollte sich selfoss näher anschauen. selfoss ist, wie Fever auch, ein Webscript, welches auf PHP und MYSQL (oder MYSQL-Lite) basiert. Einmal auf dem Webserver installiert, klappert das Script die eingetragenen RSS-Feeds ab und legt neue Nachrichten in den Eingang. Voraussetzung dafür ist die neueste Version von PHP, sowie eine aktuelle MYSQL (oder MYSQL-Lite) Datenbank. Cronjobs sind nicht unbedingt Voraussetzung, aber durchaus praktisch, da so der Refresh nicht manuel getätigt werden muss.

selfoss_02

Hauptansicht von selfoss

Installation

Die Installation von selfoss geht sehr leicht von der Hand, das zugehörige Package kann hier heruntergeladen werden. Sollte der Webserver das eigenständige Entpacken von *.zip Dateien nicht unterstützen, so muss das Package noch vor dem Hochladen entpackt werden. Beim Upload ist darauf zu achten, dass auch die versteckte .htaccess Datei mit hochgeladen wird, ansonsten kann es später zu nicht unerheblichen Komplikationen kommen. Sind die Files hochgeladen, so muss man noch den Ordnern “Public” und “Data”, sowie allen Unterordnern von “Data” Schreibrechte 775 geben. Bevor man mit der eigentlichen Installation beginnen kann muss noch eine Datenbank angelegt werden, ich werde die Vorgehensweise hier exemplarisch an einer bereits erstellten MYSQL-Datenbank erklären. Nachdem die MYSQL-Datenbank angelegt ist, muss ein “config.ini” File erstellt werden, der Inhalt  davon sieht aus wie folgt:

[globals]
db_type=mysql
db_host=localhost
db_database=HIER DEN DATENBANKNAMEN EINTRAGEN
db_username=HIER DEN USERNAME DER DATENBANK EINTRAGEN
db_password=HIER DAS PASSWORT DER DATENBANK EINTRAGEN
db_port=3306

selfoss ist jetzt noch OHNE Login konfiguriert, möchte man Login-Daten mit einem Passwort hinzufügen, so geschieht das durch folgende Einträge in der “config.ini”:

username=BENUTZERNAME
password=PASSWORT

Soll der Service für die Öffentlichkeit zugänglich sein, aber die Einstellungen dürfen nicht verändert werden, sprich ein Read-Only Mode, so kann man für username und password jeweils den Wert 1 vergeben. Die “config.ini” wird jetzt in die oberste Ordnerstruktur der Installation auf dem Webserver hochgeladen. Wenn alle Daten richtig eingetragen worden sind, so läuft jetzt selfoss jetzt – natürlich noch ohne Feeds.

Feeds abonnieren & Google Checkout

Die Feedlist von GoogleReader kann komfortabel per Google Checkout exportiert werden. Das exportierte *.zip File von Google muss noch extrahiert werden, das darin enthaltene *.xml File kann dann wiederum durch Klick auf die Wolke in der link unteren Bildschirmecke von selfoss komfortabel importiert werden. Die ehemaligen Ordner von GoogleReader werden von selfoss als Tags dargestellt. Natürlich können die einzelnen Feed-URLs auch manuell eingegeben werden.

Updatefunktion per Cronjob und manuell

Da selfoss rein auf PHP basiert bringt es den Nachteil mit sich, dass es sich nicht automatisch selbst auslösen kann. Dafür muss ein Cronjob definiert werden, je nach Lesegewohnheit sollte hier der richtige Intervall gewählt werden, denkbar wäre z.B. den Cronjob nur tagsüber jede 15 min. von 07.00 bis 01.00 Uhr auslösen zu lassen. Wenn der eigene Provider keine Cronjobs zulässt, so kann man sich auf cronjobs.de extern Cronjobs generieren lassen. Wer keinen Cronjob erstellen will, der kann auch den Updateprozess manuell auslösen. Ein Refreshbutton fehlt zur Zeit leider in der UI von selfoss noch.

Readability Funktion in selfoss nachrüsten

selfoss bringt von Haus aus Support für Readability mit. Die Funktion muss jedoch im Nachhinein erst durch die Eingabe des Readability API Tokens aktiviert werden. Voraussetzung dafür ist ein kostenloser Readability Account. Ist dieser erstellt, so kann unter “My Account” unter readability.com der API Token abgerufen werden. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass jedem Feed einzeln beigebracht werden muss, dass er mit Readability geparsed werden soll. Man navigiert also wieder auf die abonnierten Feeds und gibt dort unter Einstellungen an, dass es sich um einen Readability Feed handelt, darunter muss dann der API Token von Readability eingegeben werden.

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Eingabe des Readability API Tokens

Plattformen

Bisher ist selfoss eine reine Webanwendung, es gibt noch keine Programme für Desktop-Rechner, welche sich direkt mit selfoss verbinden lassen. Auch auf mobilen Geräten gibt es bisher noch keine Apps, weder auf iOS, noch auf Android. Das Design von selfoss ist allerdings responsiv gehalten, die Ansicht passt sich somit auf mobile Endgeräte an. Im Test schlug sich selfoss sehr gut auf iPhone und iPad – eine App wäre allerdings wünschenswert, um beispielsweise den “Öffnen In” Dialog auf dem iPhone und iPad nutzen zu können, sodass man Artikel an Drittanbieter wie Pocket oder Instapaper direkt und ohne Umweg über das Kopieren des Links übergeben kann. Auch in der Hinsicht auf das Vor- und Nachladen von Artikeln wäre eine App mehr als wünschenswert.

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Spouts

Durch sogenannte “Spouts” können auch andere Webquellen, wie zum Beispiel Tweets oder Facebook-Posts in selfoss gesynct werden. Damit lässt sich der RSS-Reader individuell erweitern und den eigenen Bedürfnissen anpassen. Wer nicht mit den vorgefertigten Spouts zurechtkommt, der kann entweder selbst welche programmieren (fork selfoss on GitHub) oder sie nach den eigenen Wünschen anpassen.

Fazit

selfoss ist ein sehr vielversprechendes Projekt. Die Software ist komplett Open-Source und kann auf GitHub gerne gerforked werden. Das Script läuft bei mir sehr stabil und auch recht flott, lediglich der manuelle Refresh läuft nicht ganz so performant, da man das aber eigentlich auch per Cronjob lösen soll, bekommt man vom Refreshbefehl auch gänzlich wenig mit. Durch die Möglichkeit, dass man die eigenen Scripte in selfoss mit einhängen kann, ist der RSS-Reader sehr gut erweiterbar. Die UI könnte allerdings noch eine Überarbeitung vertragen, die meisten Optionen und Einstellungen sind nur direkt im Code änderbar und so meist nur umständlich (per FTP-Client) zu erreichen – wünschenswert wäre hier eine Überarbeitung der UI, sodass die häufig genutzten Befehle auch grafisch eingebunden werden; Stichwort: Refreshbutton. selfoss läuft bei mir seit ca. fünf Tagen und ich kann bisher nicht klagen, aller Anfang ist zwar schwer und bis man sich in die Materie eingearbeitet hat, dauert es seine Zeit, die hohe Performanz und die Möglichkeit der individuellen Erweiterbarkeit machen das aber wieder wett. Wer sich nach der Bekanntgabe der GoogleReader Schließung vor den Kopf gestoßen fühlt und nicht sofort $30 für Feever ausgeben will, sowie am Anfang auf native iPhone/iPad Apps verzichten kann, der kommt aktuell im selfoss nicht herum.

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T-Drossel, der Servicegarant für Schneckeninternet

CC BY-SA 2.0 / John F. Nebel / metronaut.de

CC BY-SA 2.0 / John F. Nebel / metronaut.de

Vor einiger Zeit kamen erste Berichte auf, dass der magentafarbene Telekommunikationsriese eine sogenannte Netzdrosselungen einführen will. Dementiert wurde damals auf Seiten des ISPs nichts, es wurde allerdings auch nichts bestätigt. Am 22. April wurde dann die Katze aus dem Sack gelassen, die Telekom wird ab 2016 eine Drosselung des Datenstroms ab einer Überschreitung eines spezifischen Traffickontingents einführen. Das Kontingent richtet sich nach der Bandbreite des Anschlusses, nach der Überschreitung des spezifischen Trafficvolumens wird der Datenstrom auf 384 Kbit/s gedrosselt – das entspricht der Hälfte(!) eines “DSL-Light” Anschlusses der Telekom. Die unterschiedlichen Trafficvolumengrenzen lauten wie folgt:

  • “Flatrate” bis zu 16 MBit/s – nach 75GB ist Schluss
  • “Flatrate” bis zu 50 Mbit/s – nach 200GB ist Schluss
  • “Flatrate” bis zu 100 Mbit/s – nach 300GB ist Schluss
  • “Flatrate” bis zu 400 Mbit/s – nach 400GB ist Schluss

Das man mit einem Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit von 384 Kbit/s nicht mehr vernünftig surfen/arbeiten/spielen kann, sollte jedem klar sein. Damit jedoch nicht genug, interessant wird die neuartige Tarifgestaltung erst richtig, wenn man sich mit den Unterpunkten der Pressemitteilung beschäftigt:

Die Nutzung von Entertain wird nicht auf das im Tarif enthaltene Volumen angerechnet. “Mit Entertain buchen die Kunden Fernsehen, deshalb werden wir sicherstellen, dass sie nicht plötzlich vor einem schwarzen Bildschirm sitzen”, erläutert Hagspihl. Auch Sprachtelefonie über den Telekom-Anschluss wird nicht angerechnet. Beide Dienste sind im Gegensatz zu Internetdiensten Managed Services, die in einer höheren und gesicherten Qualität produziert und vom Kunden gesondert bezahlt werden. Reguläre Internetdienste werden diskriminierungsfrei nach dem “Best-Effort”-Prinzip behandelt, das bedeutet: so gut es die zur Verfügung stehenden Ressourcen ermöglichen. Das gilt auch für Internetdienste der Telekom.” (Quelle: Pressemitteilung Telekom)

Damit bestätigt die Telekom indirekt die Verletzung der Netzneutralität in Deutschland. T-Entertain, sowie VOIP über die hauseigenen Server der Telekom werden somit bevorzugt im Datenstrom behandelt und nicht auf das verbrauchte Trafficvolumen angerechnet. Gleiches geschieht jetzt schon bei der Verwendung von Spotify mit speziellen T-Mobile Mobilfunkverträgen. Ein Schelm, wer jetzt etwa daran denkt, dass evtl. auch bald der anfallende Traffic von Spotify und dem neuen Partner Evernote nicht zum verbrauchten Trafficvolumen hinzugerechnet wird. Im Weiteren soll es Serviceanbietern bald möglich sein, sich als sog. “managed service” bei der Telekom (gegen Geld versteht sich) aufschalten zu lassen. Dass bedeutet eine noch tiefergehende Untergrabung der Netzneutralität, da sich so Serviceanbieter von der Volumenbeschränkung freikaufen können. Im Umkehrschluss könnte das bedeuten, dass man sich zwar noch unendlich viele Filme in HD-Qualität eines bestimmten Anbieters anschauen kann, YouTube-Videos in HD-Qualität aber nur mit 384 Kbit/s aus der Leitung purzeln.

Mit der Umsetzung der Geschwindigkeitsbegrenzung wird die Telekom Zubuchoptionen einführen. Damit können Kunden auch über das integrierte Volumen hinaus das Internet mit Hochgeschwindigkeit nutzen. Die Details der Zubuchoptionen wird die Telekom rechtzeitig bekannt geben. (Quelle: Pressemitteilung Telekom)

Ist man also mit der Beschneidung der eigenen Festnetzanbindung auf 384 Kbit/s nicht zufrieden, so kann man sich, in guter alter T-Mobile-Mobilfunktarif-Manier für Geld eine Zubuchungsoption erkaufen, mit welcher man dann wieder die volle Geschwindigkeit nutzen darf. Das es sich bei der Netzdrosselung nach dem Volumenkontingent also nicht um eine Abwehrmaßnahme gegen den immer weiter steigenden Traffic innerhalb des www handeln kann, ist spätestens nach dieser Textpassage in der Pressemitteilung mehr als ersichtlich. Wer sich jetzt noch fragt, wie das technisch funktioniert, der kann sich zwei Wikipedia-Artikel über Deep Packet Ispection und Stateful Packet Inspection durchlesen.

Leider ist in Deutschland die Netzneutralität noch nicht Bestandteil des Gesetzes, ganz im Gegenteil zu den Niederlanden. Hier darf kein Internetdienst bevorzugt behandelt werden, ein Aufbau der geplanten “managed services” der Telekom wäre hier rechtswidrig. Es ist jetzt an der Zeit, dass sich die Politik auch endlich Gedanken über Netzpolitik, im Speziellen über Netzneutralität macht. Es kann und darf meiner Meinung nach nicht sein, dass bestimmte Standorte durch die pure Tatsache der Standortgebundenheit strukturell benachteiligt werden, denn wer von der Telekom nur eine Anbindung mit max. 16 MBit/s bekommt, der kann eben auch nur die 75GB an Traffic verbrauchen, selbst wenn er bereit wäre, für einen 400 Mbit/s VDSL-Anschluss zu bezahlen. Im Weiteren dürfen Dienste im Internet nicht benachteiligt werden, da dies den Wettbewerb massiv beschränkt und verhindert, da nicht jedes kleine oder mittlere StartUp die finanziellen Ressourcen hat um sich einen “managed service” zu leisten. Durch den Aufbau der “managed Service” Struktur werden dem Internetuser bewusst Inhalte unnötig verlangsamt oder ganz unbrauchbar gemacht.

Aus den oben angeführten Gründen ist meiner Meinung nach ein Aufbau einer “managed service”-, sowie Drosselungsinfrastruktur aufs Tiefste zu verurteilen! Kunden sollten sich dagegen auflehnen und in Zukunft die ISPs vor Vertragsabschluss gründlich durchleuchten, sodass ein Zuwachs an beschnittenen Festnetzverträgen verhindert werden kann!

Zu guter Letzt noch Clemens Schrippe vom MobileMacs Team zum Thema Internetdrosselung “dann ist es einfach funktional kaputt!”

Update (11:51): Das kotzende Einhorn hat einen, wie ich finde, sehr passenden YouTube Clip zum Thema Netzneutralität verlinkt, den will ich auch nicht vorenthalten.

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App.net & Invites zu verschenken

appnet

App.net (kurz ADN) ist zur Zeit in aller Munde, doch was ist eigentlich App.net und was für einen Mehrwert hat überhaupt ein kostenpflichtiges virtuelles soziales Netzwerk? Facebook, Twitter, Google+ und wie sie sonst noch alle heißen sind kostenlos, warum also sollte man für ein virtuelles soziales Netzwerk Geld bezahlen? Nimmt man es genau, so sind eigentlich alle Netzwerke kostenpflichtig. Man bezahlt mit privaten Informationen, diese werden ausgewertet, Tracking-Cookies werden einem ans Bein geklebt und beim nächsten Einloggen auf Facebook werden einem die neuesten Sneaker von einer bekannten Firma mit A am Anfang als Verkaufsangebot angepriesen.

App.net beschreitet hier einen anderen Weg: pro Monat wird ein bestimmter Betrag fällig, dafür erhält man den Zugang zum Netzwerk, dieses ist komplett werbefrei. Obendrauf bekommt man noch 10GB in der App.net-Cloud. Das Spannende an App.net ist neben der besser geschützten, da erkauften, Privatssphäre der persönlichen Daten auch der Entwicklungsprozess an sich. Die Entwickler hinter App.net müssen nicht auf Werbekundenwünsche eingehen, da ihr Netzwerk von vornherein schon durch die zahlenden User monetarisiert ist. Die Entwicklung wird somit mehr auf die User zugeschnitten, auf Wünsche wird zeitnahe eingegangen und die APIs stehen den Entwicklern offen. App.net-Clients schießen wie Pilze aus dem Boden und das zu einer Zeit, in welcher Twitter API 1.1 veröffentlicht und mit dem 100.000 Token-Zwang vielen kleinen Entwicklerschmieden den Gar ausmacht. Ob das Freemium-Modell rein zufällig zur gleichen Zeit ausgerollt wurde, wie API 1.1 aktiviert und API 1.0 von Twitter abgeschaltet wurde, darüber lässt sich nur spekulieren.

ADN sieht zur Zeit noch aus wie ein Twitter-Klon. Das heißt aber noch lange nicht, dass das auch so bleiben muss. Welchen Weg ADN noch beschreitet, steht noch in den Sternen und ist hauptsächlich von der Motivation der Entwickler und von den Ideen der zahlenden User abhängig. Wer jetzt auch an App.net interessiert ist, sich aber nicht gleich für $5 pro Monat einen Account klicken möchte, der kann sich über eine Invite Zugang zum Freemium-Modell von ADN verschaffen.

Ich habe hier noch 2 Invites übrig, die ich gerne unter die Leute bringen möchte – wer daran interessiert ist, der postet einfach kurz einen kleinen Kommentar unter den Beitrag und schon wandert die Einladung (Voraussetzung ist natürlich eine gültige Email-Adresse) zu euch.
Ihr könnt bis zum 13.03.13 um 18:00 teilnehmen. Sollte der Ansturm größer sein, so wird random.org entscheiden.

Da “nur” zwei Teilnehmer mitgemacht haben, war die Auswahl der Gewinner der zwei Invites auch nicht zu schwer. Ihr bekommt nachher von mir eine Email mit den Invite-Codes. Viel Spaß auf app.net!

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Mixcloud & Soundcloud Downloader II


Vor
geraumer Zeit habe ich hier eine Lösung beschrieben, wie man Dj-Sets von Soundcloud und Mixcloud auch offline verfügbar machen kann. Leider scheint diese Lösung für Mixcloud nicht mehr zu funktionieren, da Google dieses Plugin mittlerweile aus dem Sortiment genommen hat. Hilfe kommt jetzt nicht mehr durch ein Plugin sondern aktuell durch die Website Offliberty.com, hiermit kann man jetzt weiterhin Mixcloud-Sets “offline verfügbar” machen, wie der Off-Knopf oben auch schon symbolisiert (ist jedoch teilweise total überlastet, Geduld mitbringen). Da der Soundcloud-Downloader scheinbar auch nicht mehr im Google Chrome Store verfügbar ist, hier eine App für OSX (Danke an Caschy). Windows-User sollten sich sowohl für Mix- als auch Soundcloud an den jDownloader halten. Da ich persönlich nur noch selten mit Windows unterwegs bin, kann ich allerdings über die Funktionalität des Programmes nur wenig sagen, give it a try.

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musicplayr.com – der neue Musikaggregator im Netz

Haben wir nicht schon genug Musikseiten im Netz? Angefangen von Grooveshark (leider in Deutschland nicht mehr direkt verfügbar, mit dieser Anleitung doch), über Simfy, Spotify (leider auch in Deutschland nicht verfügbar) oder Google Music. Und dazu kommen noch unzählige Seiten, welche Musik gewissermaßen hosten wie z.B. YouTube, Vimeo, Dailymotion usw. und DJ-Sets auf Soundcloud. Doch wer diese Dienste ausgiebig nutzt und auch oftmals von Bekannten und Freunden Links zu interessanten neuen Musikstücken geschickt bekommt, der stößt bald auf das Problem, dass man eben nicht mehr genau weiß wo man jetzt dieses oder jenes Musikstück gehört hat. Zwar kann man sich bei allen Diensten einen Account anlegen und die Musikstücke in die Favoriten oder Playlists aufnehmen, doch bleiben diese Listen doch weiterhin getrennt voneinander.

Hauptansicht von musicplayr

Es fehlt also eine Art Aggregator für Musik, ein Service der sämtliche Links zusammenfügen und auch abspielen kann ohne immer die Website wechseln zu müssen. Damit könnte man dann schnell das gesuchte Musikstück finden und erspart sich lästige Sucharbeit. Genau an diesem Punkt setzt Musicplayr an. Musicplayr stellt eine Art Musikaggregator dar, nach einer Registration (setzt ein Invite voraus in der aktuellen Closed-Beta), kann der Nutzer sich selbst Playlists anlegen oder anderen Usern folgen. Diese Playlists können jetzt mit Links von YouTube, Vimeo, Dailymotion oder Soundcloud befüllt werden. Die Musikstücke erscheinen sofort in der jeweiligen Playlist und können auch direkt von der Musicplayr-Website mit dem integrierten Onlineplayer abgespielt werden. Somit ist es möglich, sich Musikstücke von den verschiedensten Onlineplattformen zusammenzusuchen und aus den eigentlich untereinander unvereinbaren Links sich Playlists zu erstellen.

Das Ganze funktioniert erstaunlich gut und geht sehr einfach von der Hand, eine Playlist ist mit zwei Klicks erstellt und die jeweiligen Links müssen auch nur mit einem Klick der jeweiligen Playlist hinzugefügt werden. Wünschenswert wäre an dieser Stelle ein Plugin für den Browser um Links direkt von Quellseite an das Musicplayr-Konto schicken zu können. Die Musikstücke werden nur durch den Player abgespielt, es findet also dem Anschein nach kein Zwischenspeichern auf der Musicplayr-Seite statt, das hat zwar den Vorteil, dass keine längeren Ladezeiten als auf der Quellseite entstehen, aber auch den Nachteil, speziell für Mac-User, dass sich das MacBook weiterhin beim Abspielen von YouTube Musikstücken zum Standgebläse entwickelt wegen Flash.

Das Interface von Musicplayr ist schlank gehalten und wirkt nicht überladen, was eine sehr gute Useability mit sich bringt. Bisher steckt der Service noch in den Kinderschuhen und ist daher auch nur in einer Closed-Beta Version verfügbar, wer einen Blick wagen will, der muss Musicplayr auf Twitter folgen und einen Promotion-Tweet absetzen, danach wird die Emailadresse für den Account freigeschaltet. Hat man bereits zehn Lieder in einer Playlist gesammelt, so kann man auch als registrierter User neue User werben.
Alles in allem steckt in Musicplayr großes Potenzial, zwar sind die unterstützen Services gerade nur sehr wenige, doch wird sich dies mit Sicherheit in absehbarer Zeit ändern und Musicplayr könnte sich meiner Meinung nach zum neuen Hit in Sachen Musik im Netz entwickeln.

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