Ommwriter? Ein Textverarbeitungsprogramm also, gibts ja schon genug. Pages, die Office-Produktpalette von Microsoft, GoogleDocs, .. warum also noch ein Programm? Das will ich hier darlegen.
Ommwriter ist kein normales Textverarbeitungsprogramm, es ist eher eines der minimalististischsten Textverarbeitungsprogramme, die ich bisher gesehen habe, man fühlt sich zurückversetzt in längst vergessene Zeiten. Atari, C64, MS-DOS.
Bewegt man den Mauszeiger nicht, so ist nur ein blinkender Unterstrich und ein weißer Hintergrund, eine Landschaft im Winter mit ein paar vereinzelten Bäumen zu sehen, sonst nichts. Keine Seitenleisten, keine PopUps, kein Mauszeiger und vorallem kein Dock. Und das wichtigste, es gibt keine Formatierungsoptionen. Man findet keine Buttons um die Schrift fett, kursiv oder unterstrichen erscheinen zu lassen, auch eine Rechtschreibprüfung sucht man vergeblich.
Die einzigste Möglichkeit in das Interface einzugreifen besteht darin, sich einen geeigneten Hintergrund zu suchen. Hier bietet Ommwriter II Dana 8 verschiedene Auswahlmöglichkeiten, von der oben genannten Winterlandschaft bis zu einer Art grauer Pappe. Wenn man will kann man natürlich einfach auf einem weißen Hintergrund schreiben, ohne ein Hintergrundbild. Vorab kann man auch die Schritart auswählen, hier wird einem eine normale Schrift ohne Serifen geboten, eine Schrift mit Serifen, eine Handschrift und eine Schrifart, welche sehr der Schriftart des Terminals in OSX ähnelt.
Direkt beim Start weißt Ommwriter II Dana den Benutzer darauf hin, dass man am besten Kopfhörer verwenden soll um das Schreiberlebnis zu erhöhen. Dahinter steckt die Funktion, sanfte Musik im Hintergrund spielen lassen zu können, hier werden 7 Musikstücke zur Auswahl angeboten, natürlich nur bei Bedarf. Man kann auch in vollkommener Stille schreiben.
Ein weiteres nettes Feature ist die Simulation von Tastentönen, hier stehen 7 Soundsamples zur Auswahl, mein persönlicher Favorit ist hier Nummer 6, eine Imitation einer Schreibmaschine – sehr entspannend, wie ich finde.
Doch warum das alles? Warum soll man sich selbst in eine solch spartanische Umgebung begeben, ohne Formatierungsoptionen, ohne Blick auf das Dock, ohne Blick auf die MenuBar im oberen Bildschirmrand, ohne Twitterbenachrichtigungen, ohne Facebook, ohne Adium und ohne Growl? Ganz einfach, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Das Wesentliche am Schreiben ist der Text, jede Formatierung, jedes noch so tolle Bild kann nicht darüber hinwegtäuschen, wenn der Text inhaltslos ist. Ein inhaltsloser Text gefällt dem Leser nicht und der Autor ist mit seinem Werk nicht zufrieden.
Abhilfe schafft hier Ommwriter II Dana, man findet zu sich und zum Text, zu der Arbeit, die man gerade ausfüllen will. Man konzentriert sich mal wieder, was viel zu selten vorkommt in der heutigen schnellen Informationsgesellschaft. Ich jedenfalls möchte Ommwriter II Dana nicht mehr missen, dieser Artikel ist auch mit dem Programm geschrieben und somit mein erster, den ich hier auf dem Blog veröffentliche – die anderen wurden direkt im Controlpanel getippt, vllt. bemerkt man ja den Unterschied. Auf Kommentare dahingehend oder auf mein kurzes Review würde ich mich freuen.
Herstellerseite von Ommwriter II Dana





Die Angry Birds kommen auf Facebook. Unsere kleinen
Diesen Beitrag kommentieren