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App.net & Invites zu verschenken

appnet

App.net (kurz ADN) ist zur Zeit in aller Munde, doch was ist eigentlich App.net und was für einen Mehrwert hat überhaupt ein kostenpflichtiges virtuelles soziales Netzwerk? Facebook, Twitter, Google+ und wie sie sonst noch alle heißen sind kostenlos, warum also sollte man für ein virtuelles soziales Netzwerk Geld bezahlen? Nimmt man es genau, so sind eigentlich alle Netzwerke kostenpflichtig. Man bezahlt mit privaten Informationen, diese werden ausgewertet, Tracking-Cookies werden einem ans Bein geklebt und beim nächsten Einloggen auf Facebook werden einem die neuesten Sneaker von einer bekannten Firma mit A am Anfang als Verkaufsangebot angepriesen.

App.net beschreitet hier einen anderen Weg: pro Monat wird ein bestimmter Betrag fällig, dafür erhält man den Zugang zum Netzwerk, dieses ist komplett werbefrei. Obendrauf bekommt man noch 10GB in der App.net-Cloud. Das Spannende an App.net ist neben der besser geschützten, da erkauften, Privatssphäre der persönlichen Daten auch der Entwicklungsprozess an sich. Die Entwickler hinter App.net müssen nicht auf Werbekundenwünsche eingehen, da ihr Netzwerk von vornherein schon durch die zahlenden User monetarisiert ist. Die Entwicklung wird somit mehr auf die User zugeschnitten, auf Wünsche wird zeitnahe eingegangen und die APIs stehen den Entwicklern offen. App.net-Clients schießen wie Pilze aus dem Boden und das zu einer Zeit, in welcher Twitter API 1.1 veröffentlicht und mit dem 100.000 Token-Zwang vielen kleinen Entwicklerschmieden den Gar ausmacht. Ob das Freemium-Modell rein zufällig zur gleichen Zeit ausgerollt wurde, wie API 1.1 aktiviert und API 1.0 von Twitter abgeschaltet wurde, darüber lässt sich nur spekulieren.

ADN sieht zur Zeit noch aus wie ein Twitter-Klon. Das heißt aber noch lange nicht, dass das auch so bleiben muss. Welchen Weg ADN noch beschreitet, steht noch in den Sternen und ist hauptsächlich von der Motivation der Entwickler und von den Ideen der zahlenden User abhängig. Wer jetzt auch an App.net interessiert ist, sich aber nicht gleich für $5 pro Monat einen Account klicken möchte, der kann sich über eine Invite Zugang zum Freemium-Modell von ADN verschaffen.

Ich habe hier noch 2 Invites übrig, die ich gerne unter die Leute bringen möchte – wer daran interessiert ist, der postet einfach kurz einen kleinen Kommentar unter den Beitrag und schon wandert die Einladung (Voraussetzung ist natürlich eine gültige Email-Adresse) zu euch.
Ihr könnt bis zum 13.03.13 um 18:00 teilnehmen. Sollte der Ansturm größer sein, so wird random.org entscheiden.

Da “nur” zwei Teilnehmer mitgemacht haben, war die Auswahl der Gewinner der zwei Invites auch nicht zu schwer. Ihr bekommt nachher von mir eine Email mit den Invite-Codes. Viel Spaß auf app.net!

Homescreenkino


Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, wie wohl der Homescreen von anderen Usern so aussieht? Ob jetzt iOS oder Android – ganz egal, mehr als die Homescreens von Freunden und Bekannten wird man wohl nicht tagtäglich zu Gesicht bekommen. Interessiert man sich doch dafür, wie andere ihre Homescreens gestaltet haben, dann schafft hier mycolorscreen.com Abhilfe. Hier kann man tausende von Homescreens durchstöbern und auch selbst den eigenen Homescreen hochladen (links seht ihr meinen aktuellen Homescreen unter iOS). Es können sogar Apps verlinkt werden, somit muss nicht mehr umständlich nach einer App gesucht werden, sondern man kann direkt auf den App-Store-Link klicken um sich die App zu besorgen. Wer also Inspiration für einen neuen Homescreen sucht oder sich schon immer gefragt hat, auf was für eine Ansicht die anderen User wohl tagtäglich so starren, dem sei mycolorscreen.com ans Herz gelegt. Wenn ihr auch auf mycolorhomescreen.com angemeldet seid, dürft ihr mich gerne adden oder euren Homescreen-Link in den Kommentaren hinterlassen.

musicplayr.com – der neue Musikaggregator im Netz

Haben wir nicht schon genug Musikseiten im Netz? Angefangen von Grooveshark (leider in Deutschland nicht mehr direkt verfügbar, mit dieser Anleitung doch), über Simfy, Spotify (leider auch in Deutschland nicht verfügbar) oder Google Music. Und dazu kommen noch unzählige Seiten, welche Musik gewissermaßen hosten wie z.B. YouTube, Vimeo, Dailymotion usw. und DJ-Sets auf Soundcloud. Doch wer diese Dienste ausgiebig nutzt und auch oftmals von Bekannten und Freunden Links zu interessanten neuen Musikstücken geschickt bekommt, der stößt bald auf das Problem, dass man eben nicht mehr genau weiß wo man jetzt dieses oder jenes Musikstück gehört hat. Zwar kann man sich bei allen Diensten einen Account anlegen und die Musikstücke in die Favoriten oder Playlists aufnehmen, doch bleiben diese Listen doch weiterhin getrennt voneinander.

Hauptansicht von musicplayr

Es fehlt also eine Art Aggregator für Musik, ein Service der sämtliche Links zusammenfügen und auch abspielen kann ohne immer die Website wechseln zu müssen. Damit könnte man dann schnell das gesuchte Musikstück finden und erspart sich lästige Sucharbeit. Genau an diesem Punkt setzt Musicplayr an. Musicplayr stellt eine Art Musikaggregator dar, nach einer Registration (setzt ein Invite voraus in der aktuellen Closed-Beta), kann der Nutzer sich selbst Playlists anlegen oder anderen Usern folgen. Diese Playlists können jetzt mit Links von YouTube, Vimeo, Dailymotion oder Soundcloud befüllt werden. Die Musikstücke erscheinen sofort in der jeweiligen Playlist und können auch direkt von der Musicplayr-Website mit dem integrierten Onlineplayer abgespielt werden. Somit ist es möglich, sich Musikstücke von den verschiedensten Onlineplattformen zusammenzusuchen und aus den eigentlich untereinander unvereinbaren Links sich Playlists zu erstellen.

Das Ganze funktioniert erstaunlich gut und geht sehr einfach von der Hand, eine Playlist ist mit zwei Klicks erstellt und die jeweiligen Links müssen auch nur mit einem Klick der jeweiligen Playlist hinzugefügt werden. Wünschenswert wäre an dieser Stelle ein Plugin für den Browser um Links direkt von Quellseite an das Musicplayr-Konto schicken zu können. Die Musikstücke werden nur durch den Player abgespielt, es findet also dem Anschein nach kein Zwischenspeichern auf der Musicplayr-Seite statt, das hat zwar den Vorteil, dass keine längeren Ladezeiten als auf der Quellseite entstehen, aber auch den Nachteil, speziell für Mac-User, dass sich das MacBook weiterhin beim Abspielen von YouTube Musikstücken zum Standgebläse entwickelt wegen Flash.

Das Interface von Musicplayr ist schlank gehalten und wirkt nicht überladen, was eine sehr gute Useability mit sich bringt. Bisher steckt der Service noch in den Kinderschuhen und ist daher auch nur in einer Closed-Beta Version verfügbar, wer einen Blick wagen will, der muss Musicplayr auf Twitter folgen und einen Promotion-Tweet absetzen, danach wird die Emailadresse für den Account freigeschaltet. Hat man bereits zehn Lieder in einer Playlist gesammelt, so kann man auch als registrierter User neue User werben.
Alles in allem steckt in Musicplayr großes Potenzial, zwar sind die unterstützen Services gerade nur sehr wenige, doch wird sich dies mit Sicherheit in absehbarer Zeit ändern und Musicplayr könnte sich meiner Meinung nach zum neuen Hit in Sachen Musik im Netz entwickeln.

Ansgar Heveling oder: warum man seine Logindaten sorgsam wählen sollte

Hups, was ist denn mit dem Herrn Ansgar Heveling los? Laut seiner Website (welche soeben vom Netz genommen wurde) möchte er mit sofortiger Wirkung aus der CDU austreten? Und in einem Beitrag direkt darunter gibt Herr Heveling an, dass er versagt hat und wird als Gnom bezeichnet?

Natürlich hat Herr Heveling diese Beiträge nicht selbst verfasst, er wurde Opfer von seinem unvorsichtigen Umgang mit den Zugangsdaten für das CMS-System seiner Website. Bis vor Kurzem konnte man sich mit einer simplen Kombination aus Herrn Hevelings Namen Zugang zu seiner Website verschaffen, was natürlich nicht lange verborgen blieb und sich verbreitete wie ein Lauffeuer.

Herr Haveling, sollten Sie diesen Beitrag lesen, bitte ich Sie inständig, der Website http://www.passwort-generator.com eine Besuch abzustatten. Danke!

 

Update 17:39 Uhr:
Ein sehr lesenswerter Artikel ist vor kurzer Zeit auch von der Süddeutschen Zeitung veröffentlich worden, Herr Heveling schrieb laut SZ in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt folgenden Satz: “Das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird.” Doch es wird noch besser, der selbsternannte Internetkenner sitzt in der Enquete-Kommission des Bundestages für “Internet und digitale Gesellschaft”. Im Weiteren ist die Rede von dem “Herr der digitalen Ringe”. Und zu guter Letzt: Herr Heveling befürwortet SOPA (sz). Amen.

:: sämtliche Bildrechte an den Screenshots der Website liegen beim jeweiligen Betreiber

Facebook Videoclickhijacking

Erinnert sich noch jemand an sie? Sie sind genauso schnell vom Erdboden wieder verschluckt worden, wie sie aufgetaucht sind. Die Rede ist von den sog. “Likeportalen” auf Facebook, man konnte dort witzige Sprüche erstellen und diese dann mit dem Like-Button wieder auf Facebook einschleusen, sodann erschien der Link in der Timeline. Diese Methode war sehr beliebt bei 12jährigen BFFs (best friends for life, und nein – fragt nicht woher ich das weiß..), meist waren es dann geistige Ergüsse wie “hey babüsh, lieb dish 4eva and longaaa <3″

Like-Verweis wie er durch Klicken auf ein solches Video entsteht

Kaum dachte man, man sei diese Plage los, treten die nächsten Halunken des Like-Buttons auf den Plan. Diesmal mit der gleichen Masche, jedoch mit Videos. Die Links sehen täuschend echt wie Videolinks zu YouTube aus, sind jedoch Videos auf externen Portalen, welche scheinbar nur zu dem Zweck erstellt sind, möglichst viele User zu catchen. Der Sinn dahinter scheint wohl ein ähnlicher wie auch bei den Scam-Links zu sein, erst wenn der User auf den scheinbaren Play-Button des Videos klickt, kann er das Video sehen. Es wird aber nicht direkt abgespielt, sondern der User wird getäuscht und er stimmt einem Like-Post auf seiner Timeline zu, hinter dem Video versteckt sich also ein Link. Diese Methode erinnert schwer an eine Phising-Attacke, zwar nicht auf der Ebene, auf welcher man sonst Phising benutzt, also in Zusammenhang mit dem Diebstahl von Bank- oder anderen Logindaten, doch ist es sehr wohl ein Clickhijacking. Eigentlich will der User ein Video sehen, wird jedoch genötigt diesen Link zu “liken”.

Fake Videoportal

War der Programmierer der Seite so nett und hat das Video wirklich hinterlegt, so kann es der betreffende User auch betrachten. Man könnte jedoch diese Methode auch verwenden um von ahnungslosen Usern, speziell Teenies, Schadecode auf dem Rechner ausführen zu lassen. Das hinter der Täuschung des Videos lediglich ein “Mir gefällt das Video bla bla bla.. auf bla bla bla” steckt ist meiner Meinung nach erst der Anfang. Die User werden an diese Möglichkeit der Einbindung von Videos gewöhnt und diese Links verbreiten sich wie ein Lauffeuer, eines Tages setzt sich der Programmierer hin und verändert den Link und sofort hat man den perfekten Köder, alle haben bereits angebissen und wollen auch das ultralustige Video sehen, was scheinbar schon 20 Freunde gesehen haben und für gut empfunden, schließlich haben sie scheinbar “gefällt mir” gedrückt.

An dieser Stelle kann ich nur an den gesunden Menschenverstand appellieren! Augen auf beim Surfen. Das Aussehen eines solchen Links unterscheidet sich vom Aussehen der Links zu YouTube, Dailymotion etc.! Wenn man genau hinschaut erkennt man den Unterschied und dann klickt man nicht auf solche Links, die Videos kann es ja wirklich geben, dann einfach bei YouTube nach dem Titel suchen – mit etwas Glück findet man das achso schrecklich, witzig, schaurige Video auch dort.