Nexus 7 2012 (Asus) im Review

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Aber wir haben doch 2014 und nicht 2012!?

Wir haben 2014 und ich schreibe hier etwas über das Nexus 7 von 2012? Ganz richtig, ich bin nicht von 2012 in die Zukunft gereist und preise euch meine neuste Errungenschaft an, ich bin durch einen Zufall an das Nexus 7 2012 32GB WiFi gekommen und dachte mir, dass ich hier von meinen bisherig ersten Erfahrungen (u.a. auch mit Android überhaupt) mit dem Nexus 7 berichte.

Warum ein Nexus 7 2012?

Ich bin seit Jahr und Tag Apple-User, ich hatte bisher lediglich über Freunde Kontakt zu Android Geräten. Eigentlich wollte ich das schon seit geraumer Zeit ändern. So richtig Mut mein iPhone gegen ein LG, Samsung oder HTC zu tauschen habe bisher jedoch noch nicht aufbringen können, ich suchte also schon seit einiger Zeit nach einem erschwinglichen Android Device, um mich auch mal vorsichtig in Richtung Android vorzutasten. Am liebsten wollte ich zudem ein Gerät mit einer unaufdringlichen UI, Samsungs Oberfläche fällt da schon einmal komplett raus – es blieben also LG oder HTC, aber da war doch noch was? Ja genau, Google! Genauer genommen wird das Nexus 7 2012 von Asus produziert, mittlerweile gibt es auch eine zweite Version des Nexus 7 von 2013 mit besseren Specs. Mir ging es jedoch hauptsächlich um die Handhabung, sprich die Verwendung von einem “puren” Android ohne Aufsatz, da kam mir das Nexus 7 2012 gerade recht. Im Asus Online Store gab es dann vor gut fünf Wochen eine Lagerräumungsaktion, das 32GB Modell wurde für ca. 99€ verkauft (bei Amazon.de kostet das gute Stück zur Zeit ca. 170€!), da musste ich einfach zuschlagen und bin seitdem stolzer Besitzer eines Nexus 7 2012.

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Verarbeitung, Haptik & “will man das in die Hand nehmen?”

Vorweg gesagt: Ja, man will das Ding definitiv in die Hand nehmen. Die Verpackung erscheint hochwertig, eine kleine schwarze Pappschachtel mit dem Notwendigsten: Nexus 7 2012, USB-Kabel & Ladegerät. Das Gerät selbst kommt sehr minimalistisch daher, auf der Front befindet sich kein einziger Knopf, an der rechten Seite befindet sich als mechanischer Knopf die Lautstärkewippe und der On/Off-Taster. Das Display auf der Front ist von einem (in meinen Augen zu dicken) sehr dicken schwarzen Rahmen umgeben, ist das Nexus 7 2012 im Standby, so ist das die Front komplett schwarz. Auf der Vorderseite befindet sich zudem die Frontkamera, eine Kamera auf der Rückseite beherbergt das Nexus 7 nicht.
Das Nexus 7 misst ca. 200 x 120 x 10mm und wirkt durch das Display im 16:9 Format eher gestreckt, für mich alten iPad Hasen erst einmal eine Umstellung, da ich bisher nur das 4:3 Format des iPads gewohnt war. Mit ca. 350 Gramm ist das Nexus 7 2012 zwar kein Leichtgewicht unter den Tablets, aber auch kein schwerer Brocken. Am unteren Rand des Nexus 7 befindet sich noch der obligatorische 3,5mm Mini-Klinken-Anschluss, sowie der Micro-USB-Port zum Aufladen, sowie Synchronisieren.

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Die Rückseite ist komplett aus Plastik, welche eine aufgeraute, bzw. leicht geriffelte Struktur aufweist. Es fühlt sich leicht gummiartig an, es handelt sich jedoch um Plastik. “Fühlt sich das gut an?” werden sich jetzt die ein oder anderen fragen und ich sage: Ja! Gerade wenn es etwas wärmer ist und man leicht schwitzige Hände hat, so fühlt sich die Oberfläche der Rückseite des Nexus 7 2012 wesentlich besser an als das eloxierte Aluminium der iPad Rückseite. Man rutscht nicht so leicht ab und die Hände haben einfach einen besseren Halt. Mittig in der oberen Hälfte prangt das Nexus-Logo, am unteren Rand befindet sich die Lautsprecheröffnung und etwas darüber in einer kleineren Schrift als das Nexus-Logo steht das Asus-Logo.

Display und Akku

Das Display misst sieben Zoll und eine Auflösung von 1280 x 800, was somit einer Pixeldichte von 215ppi entspricht. Natürlich reicht das nicht an die Retina Auflösung eines iPad Air heran, die Darstellung ist dennoch scharf und die Farbdarstellung knackig. Die Darstellung des Schwarzwertes geht soweit in Ordnung, die Ausleuchtung auch, helle Ränder oder verwaschene schwarze Stellen sind mir bisher nicht aufgefallen. Was mich positiv überrascht hat, war die Farbechtheit beim Neigen des Displays, das Display ist relativ blickwinkelstabil, lediglich die Helligkeit nimmt bei extremeren Winkeln ab, was aber zu verschmerzen ist, da man das Gerät die meiste Zeit sowieso entweder direkt vor sich auf dem Tisch liegen hat oder in der Hand hält. Für den kurzen Blick auf Benachrichtigungen aus dem Augenwinkel reicht das Display allemal aus.

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Der Akku bemisst ca. 4400mAh und ist so dem wesentlich größeren das aktuellen iPads natürlich vollkommen unterlegen. Positiv überrascht hat mich an der Stelle jedoch die durchweg sehr gute Akkulaufzeit des Nexus 7 2012. Im Standby hält der Akku gut fünf bis sieben Tage, bei einem Full-HD Film verliert das Gerät ca. 30% pro Stunde was ich auch noch akzeptabel finde. Für meinen Einsatzbereich als Zweit-Tablet also vollkommen ausreichend.

Performance & Software

Großartige Benchmark-Schlachten sind an dieser Stelle nicht angebracht. Das Nexus 7 stammt aus dem Jahr 2012 und ist somit natürlich nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Wer hier ein Gaming-Tablet erwartet, der liest den falschen Artikel. Dennoch kann man mit dem auf 1,3 GHz getakteten Tegra 3 Chipsatz auch heute noch wunderbar im Bereich Office, Web, Twitter, RSS etc. arbeiten. Die Apps öffnen sich zwar etwas langsamer, sind sie dann jedoch einmal in den Speicher geladen, so reagiert das Nexus 7 2012 auch recht flott. Kleine Abstriche müssen jedoch bei der Performance im System hingenommen werden, so treten ab und an leichte Microruckler auf, welche sich dann bei vielen gleichzeitig geöffneten Apps schon zu größen Rucklern ausbauen können. Das muss jedoch alles vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass das Nexus 7 auch kein neues Gerät ist, es ist eben zwei Jahre alt und daher auch nicht der hellste Stern am Performancehimmel.

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Wie das Logo und das Bild weiter oben im Artikel schon suggerieren: Ich nutze nicht mehr das vorinstallierte System sondern bin auf Cyanogenmod umgestiegen. Die Gründe dafür sind vielschichtig, zum einen schätze ich eine relativ freie Entwicklung von Systemen, zum anderen bin ich gern Herr über meine Daten und fand die Möglichkeit der Restriktionen, was App-Berechtigungen im System angeht, sehr schmeichelhaft. Zudem läuft das Nexus 7 2012 seit der Installation von Cyanogenmod in meinen Augen wesentlich flüssiger als zuvor. Das kann jedoch auch daran liegen, dass ich die Google Apps auf ein Minimum beschränkt habe und sie nur dann aktiv sind, wenn ich Apps oder Updates laden möchte – ansonsten sind sie eingefroren und werden eben nur manchmal zum Leben erweckt. Das bringt mir einen kleinen Performance-Boost und spart zudem noch Akkulaufzeit. Unter Verwendung von Cyanogenmod kann man auch heute das Nexus 7 2012 noch problemlos und ohne große Leistungseinbußen verwenden.

Meine Anwendungsbereiche

Und für was brauche ich das Nexus 7 jetzt genau? Hauptsächlich lese ich damit Nachrichten mit Press und archivierte Artikel mit Pocket und ab und an auch mal was im Web, treibe mich auf Twitter rum, lese ab und an und mitunter immer weniger meinen Facebook-Stream leer, schaue abonierte YouTube-Videos und checke meine E-Mails und schaue ab und an Filme und Serien via Stream von meiner Synology NAS. Das alles geht, wie weiter oben schon geschrieben, problemlos und auch mit einer vernünftigen Performance.

Nur kurz anteasen möchte ich meinen aktuellen Hauptanwendungsbereich: DSLR-Controller. Eine App mit der man seine DSLR komplett fernsteuern kann und das Nexus 7 2012 selbst auch als externen Monitor verwenden kann. Über die Vorzüge und warum das Sinn macht und eine große Erleichterung sein kann, dazu bald mehr hier im Blog.

Android vs. iOS

Die Diskussion Android vs. iOS ist alt und wird leider noch immer geführt. So komme ich leider auch nicht drum herum, wenigstens kurz das Thema hier anzuschneiden. Zugegebenermaßen hat Android gewisse Vorteile, da wäre zum Beispiel das komplett offene System, kein Zwang proprietäre Software wie iTunes zu nutzen, die mir mehr Pain bereitet als Useability bietet. Zudem kann ich das Nexus 7 auch an einen anderen Mac oder PC anschließen und von dort aus problemlos Dateien auf das Gerät laden oder vom Gerät auf den zugehörigen Rechner. Die ROM kann gewechselt werden, zwar läuft immer ein Android, die einzelnen Funktionen des Betriebssystems können jedoch ganz individuell angepasst werden, ich war zum Beispiel nicht mit StockAndroid (4.4.4) zufrieden und habe mir Cyanogrnmod ausgesucht – mit Android kein Problem, unter iOS geht das wenn dann nur mit Jailbreak und auch nur sehr eingeschränkt.

Auf der anderen Seite hat iOS natürlich auch seine Vorteile: Dadurch, dass das System relativ stark geschlossen ist, gilt iOS auch als sehr sicher. Das iOS Device kommuniziert nur mit dem heimischen Rechner, selbst wenn das Gerät abhanden kommt, so kann der etwaige Dieb keine Daten vom Gerät bekommen. Die Apps im AppStore sind meist qualitativ hochwertiger und es befindet sich nicht ganz so viel “Schrott” im Store wie bei Google Play, da jede App durch den Review-Prozess von Apple muss. Man könnte hier sicherlich noch wesentlich mehr Pro Contra für Android & iOS aufführen, doch eigentlich wollte ich damit nur verdeutlichen, warum ich mich auch mal an Android gewagt habe.

Fazit

Que vadis Nexus 7 2012? Das Nexus 7 2012 von Asus ist ein interessantes Gerät, die Verarbeitung ist durchweg als sehr gut zu bezeichnen, das Display ist (wenn man bedenkt, dass es aus dem Jahr 2012 ist) gut, die Performance kann sich im reinen Office- und Webbereich auch heute noch sehen lassen. Kameras an Tablets sind meiner Meinung nach sowieso unnötig, daher bekommt das Nexus 7 2012 für die fehlende Kamera auf der Rückseite auch keine Abzüge. Mein erster Kontakt mit der Androidwelt ist insgesamt sehr positiv, vor allem die Möglichkeiten zur Individualisierung faszinieren mich, da man so das Gerät auch ganzheitlich zum “Eigenen” machen kann.

Und ihr? iOS Junkie oder Android Liebhaber? Oder benutzt ihr auch beide Systeme? Lasst es mich wissen!

PIN-Codes einfach merken mit Mnemonizer

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PIN-Codes und Passwörter, sie vermehren sich unentwegt. Ob nun vierstellig für EC- und/oder Kreditkarte oder mehrstellige Codes für andere Gegebenheiten. Passwörter kann man sich meist selber zuweisen, daher kann man sich meist auch besser an sie erinnern. Bei PIN-Codes sieht es schon anders aus, die meisten PIN-Codes werden von Banken zugewiesen, das Merken von mehreren PIN-Codes zu verschiedenen EC- und Kreditkarten kann so leicht zum Problem werden, mit Sicherheit ist es vielen schon so gegangen, dass Sie beim erstmaligen Eintippen der Geheimzahl die falsche Geheimzahl eingegeben haben.

Geheimzahlen auf EC- oder Kreditkarten zu schreiben sollte man tunlichst unterlassen, man handelt dabei außerdem grob fahrlässig. Geheimzahlen auf kleinen Schmierzettelchen im Portemonnaie mit sich herumzutragen ist auch keine adäquate Lösung, da der Dieb dann nur noch die Nummern durchprobieren muss – eine Erfolgsquote bei drei Möglichen Versuchen ist hier relativ hoch.

Abhilfe schafft hier die kleine App Mnemonizer. Es handelt sich um eine App, welche nach dem Prinzip der Password-Card funktioniert, wobei jedoch die einzelnen Ziffern selbst bestimmt werden können. Das Zahlenfeld besteht aus 7 mal 9 Feldern, welche alle mit Zufallszahlen belegt sind, die einzelnen Felder haben zudem noch unterschiedliche Farben. Nun trägt man an beliebigen Stellen die eigenen PIN-Codes ein und prägt sich den Ort der eingetragenen Zahlen ein. Natürlich ist darauf zu achten, dass man nicht nur die äußeren Ecken nimmt und nicht nur die PIN-Codes in rot schreibt und den Rest in grün (das dürfte aber der gesunde Menschenverstand ohnehin verhindern).

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Nur derjenige, welcher die Zahlen eingetragen hat, kann das Muster auch verstehen. Ihr müsst daher keine Angst haben, wenn ihr die App an der Schlange im Supermarkt zückt um euch an den PIN-Code eurer EC-Karte zu erinnern, euer Hintermann wird aus der Anordnung der Zahlen sowieso nicht schlau, da er nicht weiß, welche vier der 63 Zahlen in Verbindung miteinander stehen. Aus diesem Grund ist die App auch nicht mit einem Master-Key versehen, denn auch wenn euch jemand auf das Display schaut oder ihr das Handy aus der Hand gebt, mit der bloßen Ansicht der Zahlenmatrix kommt man nicht auf die hinterlegten PIN-Codes. Es gibt zudem noch die Möglichkeit, neben den Zahlen auch Buchstaben mit in die Matrix einzutragen, damit sollte es dann jedem Dritten vollkommen unmöglich sein, das hinterlegte, bzw. gesuchte Passwort herauszufinden.

Mnemonizer
Download @
App Store
Developer: Happymagenta
Price: 1,79 €

MacBook Pro Retina Mid 2014 Benchmarks

geekbench-logo

 

Die Entwickler des Geekbench-Tools haben erste MacBook Pro Retina Mid 2014 Benchmarks ausgelesen und können so erste Leistungszuwächse im Gegensatz zu den 2013er Modellen dokumentieren. Bei den 15 Zoll Modellen des MacBook Pro Retina wurde ein Leistungszuwachs von 6-9% gemessen, für das 13 Zoll Modell wurde ein Leistungszuwachs von 6-8% gemessen. Anzumerken bleibt jedoch auch, dass Geekbench bisher keine Benchmark-Ergebnisse für das neue High-End Modell des 13 Zoll MacBook Pro Retina verfügbar hat. Im Weiteren verbaut Apple weiterhin Haswell Prozessoren von Intel, da Intel erst 2015 die neue Broadwell Architektur veröffentlichen wird – massive Leistungszuwächse und vor allem ein geringerer Stromverbrauch sind also erst mit Modellen ab 2015 zu erwarten.

15 Zoll MacBook Pro Retina Mid 2014 Benchmarks (Single-Core) macbook-pro-retina-mid-2014-15-sc

15 Zoll MacBook Pro Retina Mid 2014 Benchmarks (Multi-Core)macbook-pro-retina-mid-2014-15-mc

13 Zoll MacBook Pro Retina Mid 2014 Benchmarks (Single-Core) macbook-pro-retina-mid-2014-13-sc

13 Zoll MacBook Pro Retina Mid 2014 Benchmarks (Multi-Core)macbook-pro-retina-mid-2014-13-mc

Und ihr? Liebäugelt ihr schon mit einem neuen MacBook Pro Retina 13 oder 15 Zoll, oder seid ihr (wie ich), mit eurem “alten” Modell noch gut bedient?

(via)

Yosemite Beta-Program gestartet

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Das öffentliche Beta-Program für Apples neues Betriebssystem OSX 10.10 Yosemite ist offiziell gestartet. Eine Million User bekommen somit die Chance, das neue System vorab ausgiebig zu testen, Bugs zu melden oder einfach nur das neue System auszuprobieren. Um Yosemite testen zu können, muss man sich vorab hier registriert haben. Solltet ihr euch schon direkt nach der WWDC für das Beta-Program registriert haben, so könnt ihr euch hier direkt einloggen und den Key via AppStore einlösen und dann die Beta herunterladen.

Vorbereitung

Bevor man die Yosemite Beta installiert sollte man vorab ein Backup des kompletten Systems machen, Apple empfiehlt hier natürlich das hauseigene TimeMachineBackup. Alternativ kann man seine Daten natürlich auch per Hand sichern, bevor man die Beta auf das aktuelle System aufspielt. Es ist allerdings nicht empfehlenswert, dass man eine Beta auf ein Produktivsystem spielt, besser ist es, wenn man eine zweite Partition anlegt oder die Beta auf einem Zweitsystem installiert. Wie man eine zweite Partition für ein weiteres System anlegt, habe ich bereits zu Mountain Lion & Mavericks geschrieben, für Yosemite kann man der gleichen Anleitung folgen. Welche weiteren vorbereitenden Schritte sinnvoll sein können, beschreibt Apple in der zugehörigen FAQ.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Es handelt sich bei Yosemite bisher nur um eine Beta-Version. Das heißt, dass die Version noch sehr viele Bugs enthalten kann, Programme können unerwartet abstürzen oder ganz ihren Dienst verweigern. Auch kann es vorkommen, dass die Systemeinstellungen nicht wie gewohnt funktionieren, oder dass das System unerwartet einfriert, Fehler produziert, eine Kernel-Panic auftritt oder das System ganz abstürzt. Ein Backup ist daher unerlässlich – sollten dann schwerwiegende Fehler auftreten, kann man immer wieder ein funktionierendes (Mavericks etc.) System aufspielen.

Du hast dich angemeldet, aber noch keinen Key erhalten?

Apple vergibt insgesamt eine Million Beta-Zugänge. Die Zugänge werden nach und nach freigeschaltet, es kann also durchaus sein, dass man unter den ersten Anmeldungen zum Beta-Program nach der WWDC war, aber der Account noch nicht freigeschaltet ist – Abwarten ist angesagt. Im Weiteren sind die Server aktuell sehr überlastet, mit einem solchen Ansturm scheint Apple nicht gerechnet zu haben, die Downloadgeschwindigkeit der Beta schwankt stark, teilweise kann der Download auch gar nicht erst gestartet werden, leider hilft hier aktuell nur Warten und Tee trinken.

Habt ihr die Yosemite Beta schon ausprobiert und wenn ja, wie gefällt euch das neue Betriebssystem? Seid ihr zufrieden mit dem neuen flachen Look oder gefällt euch das Design gar nicht? Über Feedback in den Kommentaren, via Twitter, Facebook oder Google+ bin ich wie immer sehr dankbar.

KBT Pure Pro Keyboard

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Mechanische Tastaturen erleben seit kurzer Zeit wieder ein Comeback, einen nicht ganz klassischen Vertreter in der Sparte der mechanische Tastaturen stellt das KBT Pure Pro Keyboard dar. Es handelt sich dabei um eine sogenannte 60% Tastatur, soll heißen, dass sie auf das Wesentliche reduziert ist. Ein Ziffernblock fehlt vollkommen und nur die am häufigsten verwendeten Tasten sind direkt durch einen Klick anwählbar, die anderen Funktionstasten sind nur über Tastenkombinationen zu erreichen.

Warum überhaupt mechanisch?

kbt-pure-pro-keyboard-cherry-mx-brownÜber das Für und Wieder von mechanischen Tastaturen lässt sich streiten. In den Anfangszeiten waren alle Tastaturen “mechanisch”, aber was bedeutet überhaupt mechanisch bei Tastaturen? Mechanisch sind eigentlich nur die Federn, welche die Tastatur nach einem Klicken auf die Taste wieder in ihre Ursprungsposition zurückspringen lassen. Wird die Taste gedrückt, so wird die Feder zusammengeschoben, innerhalb der Feder befindet sich ein kleiner Stift, welcher mit Kontakten versehen ist, diese Kontakte lösen einen Impuls beim Aufkommen auf den Tastaturboden aus, dieser Impuls leitet dann ein Signal weiter, die Taste wurde ausgelöst und der Buchstabe erscheint auf dem Bildschirm. Durch diese mechanische Komponente wird ein gänzlich anderes Feedback als bei herkömmlichen Membran-Tastaturen erzeugt. Bei Membran-Tastaturen befindet sich unterhalb der Taste eine kleine gummierte Schicht, welche an der Unterseite mit einem leitenden Kontakt versehen ist. Wird die Taste gedrückt, so trifft die gummierte Schicht der Taste auf die Leiterbahnen auf der Bodenplatte der Tastatur und der Stromkreis wird geschlossen, die Tasteneingabe erscheint auf dem Bildschirm.

Stellt man beide Prinzipien der Impulsauslösung gegenüber, so stellt man schnell fest, dass Membran-Tastaturen einen entscheidenden Nachteil, sowie auch Vorteil haben: der Nachteil ist, dass sich die gummierte Schicht an der Unterseite der jeweiligen Tasten relativ schnell abnutzen kann, das haptische Feedback beim Drücken der Taste wirkt dann schwammig, die Tastatur ist durchgeschrieben. Manche Tasten fühlen sich anders an, da sie weniger gedrückt wurden, die Gummischicht ist daher an manchen Tasten noch dicker und das haptische Feedback ist nicht bei allen Tasten gleich. Ein Vorteil von Membran-Tastaturen ist jedoch die Möglichkeit der sehr flachen Bauweise, da keine Federn im inneren der Tasten verbaut sind, exemplarisch wäre hier zum Beispiel die Apple Wireless Tastatur zu nennen.

Mechanische Tastaturen unterscheiden sich somit durch ihre Bauweise, sowie das dadurch bedingte haptische Feedback von herkömmlichen Membran-Tastaturen. Bei einer mechanischen Tastatur kann sich keine gummierte Schicht abnutzen, da es keine gummierte Schicht gibt – eine mechanisch ausgelöste Taste fühlt sich damit auch nach fünf Jahren noch genauso an, wie eine komplett neue Taste (außer die Feder zerspringt in ihre Einzelteile, das stellt jedoch eher die Ausnahme dar).

Klick Klick, Klack Klack, Klick Klick

Neben dem bereits angesprochenen haptischen Feedback beim Drücken der Taste, gesellt sich noch ein akkustisches Feedback bei mechanischen Tastaturen dazu. Mechanische Tastaturen klackern, mit Worten lässt sich das nur schwer beschreiben, passend hierzu ein YouTube-Video:

Wie ihr hören könnt, klackern mechanische Tastaturen wesentlich mehr und lauter als Membran-Tastaturen. Es gibt dazu noch unterschiedliche Arten von Switches (also Tasten). Die meisten Hersteller von mechanischen Tastaturen fertigen die Tasten allerdings nicht selbst, sondern greifen auf Tasten der Firma Cherry zurück, so auch die Hersteller der KBT Pure Pro.

Cherry MX Switches

Cherry stellt vier (bzw. fünf, wobei die fünfte Variante so gut wie nie anzutreffen ist und daher hier nicht angeführt wird) verschiedene Arten von Switches her. Diese unterscheiden sich vor allem im Typ (bei soft-taktil oder taktil ist ein spürbareres haptisches Feedback vorhanden, wenn die Taste ausgelöst hat), ob ein lautes Klickgeräusch vorhanden ist und wie viel Kraft aufgewendet werden muss, um die Taste zu drücken. Nachfolgend eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Merkmalen:

kbt-pure-pro-keyboard-cherry-mx-blackName: Cherry MX Black
Typ: linear
Klickgeräusch: nein
Kraftaufwand: 60g
Hubweg: 4mm

kbt-pure-pro-keyboard-cherry-mx-brownName: Cherry MX Brown
Typ: soft-taktil
Klickgeräusch: nein
Kraftaufwand: 45g
Hubweg: 4mm

kbt-pure-pro-keyboard-cherry-mx-blueName: Cherry MX Blue
Typ: taktil
Klickgeräusch: ja
Kraftaufwand: 50g
Hubweg: 4mm

kbt-pure-pro-keyboard-cherry-mx-redName: Cherry MX Red
Typ: linear
Klickgeräusch: nein
Kraftaufwand: 45g
Hubweg: 4mm

So benötigen beispielsweise die Cherry MX Black Switches die meiste Kraft beim Auslösen, die Cherry MX Red Switches sind am leichtgängigsten. Die verschiedenen Tasten können zudem noch mit einer Vorbohrung für eine LED-Beleuchtung versehen sein.

KBT Pure Pro Keyboard

Der Anfang des Artikels sollte kurz (auch wenn der Exkurs etwas länger wurde) zum eigentlichen Thema hinleiten: der KBT Pure Pro. Seit etwa zwei Monaten bin ich stolzer Besitzer dieses Schätzchens und muss zugeben, dass es meine erste mechanische Tastatur seit sehr langer Zeit ist (meine letzte war wohl in Kindertagen an einem 386er von IBM). Bisher habe ich hauptsächlich die Apple Wireless Tastatur und natürlich die eingebaute Tastatur an meinem MacBookPro verwendet – welche ich auch weiterhin für sehr gute Tastaturen halte, jene vom MacBookPro sogar für eine der besten (neben der des ThinkPads) im mobilen Bereich. Jedoch gerade am heimischen Schreibtisch wollte ich etwas anderes, eben eine mechanische Tastatur. Über das Für und Wieder habe ich weiter oben schon eine allgemeine Einleitung geschrieben, für mich ist das haptische Feedback, sowie das Schreibgefühl einer mechanischen Tastatur mittlerweile dem einer Membran-Tastatur haushoch überlegen.

Verarbeitung, Maße und Gewicht

kbt-pure-pro-keyboard-02Die KBT Pure Pro ist sehr gut verarbeitet und fühlt sich rundum sehr wertig an. Die Tasten kommen von der Firma Cherry, hier kann zwischen den vier verschiedenen MX-Switches gewählt werden, ich habe mich für die Cherry MX Brown Switches entschieden, diese Entscheidung ist jedoch sehr subjektiv und vom jeweiligen Schreibverhalten, sowie dem eigenen Schreibgefühl auf den verschiedenen Switches abhängig. Die Hintergrundbeleuchtung kann bei der Bestellung auch ausgewählt werden, ich habe mich für die blaue LED-Beleuchtung entschieden, zur Auswahl stehen ansonsten noch eine gelbe, sowie eine weiße LED-Beleuchtung.

Versucht man die Tastatur mit den Händen zu verwinden, so hört man weder ein Knacken noch ein lästigen Knarzen, die Tastatur ist sehr gut gefertigt, auch das verwendete Plastik fühlt sich sehr gut an. Mit ca. 570 Gramm ist die KBT Pure Pro bei Weitem kein Leichtgewicht, diese Tatsache jedoch, gepaart mit vier Gummifüßchen auf der Unterseite, lassen die Tastatur sehr stabil auf dem Schreibtisch stehen, sie verschiebt sich beim Schreiben keinen Millimeter und wird auch nicht vom USB-Kabel vom Tisch gezogen. Sie steht wirklich bombenfest auf dem Tisch.

Wie schon weiter oben erwähnt, handelt es sich um eine 60% Tastatur, die Abmaße fallen daher sehr gering aus. Die KBT Pure Pro ist 300mm breit, an der dicksten Stelle (hinten) 38mm hoch, an der dünnsten Stelle (vorne) 28mm und 100mm breit. Die Tastatur sollte so auch auf jedem noch so kleinen Schreibtisch ihren Platz finden.

Das KBT Pure Pro Keyboard wird via beigelegtem USB-Kabel verbunden, dabei handelt es sich um ein Micro-USB-Kabel. Gut gefällt mir die Tatsache, dass das USB-Kabel abnehmbar und nicht fest mit der Tastatur verbunden ist, so kann bei einem eventuellen Kabelbruch das Kabel schnell ausgetauscht werden.

Tastaturlayout

Bedingt durch das 60% Layout der Tastatur muss auf einen Ziffernblock verzichtet werden, was für mich jedoch kein allzu großes Problem darstellt, da ich selten in die Lage komme, dass ich sehr viele Zahlen auf einmal eingeben muss. Die Reihe mit den Funktionstasten F1-F12 fehlt auch gänzlich, die Funktionstasten können jedoch mit der Tastenkombination aus FN+Zifferntaste problemlos verwendet werden. Gleich verhält es sich mit Funktionstasten wie “Bild auf/ab”, “Pause/Drucken”, “Home/End” – diese Tasten können mit der jeweils doppelt belegten Taste und der FN-Taste ausgelöst werden.

Wie auf den Bildern zu erkennen ist, ist die Backspace-Taste nicht wie gewohnt eine längliche Taste, sondern genauso groß wie eine normale Buchstaben-Taste, daran musste ich mich in den ersten zwei Wochen erst gewöhnen und habe dann teilweise die Delete-Taste oder die Enter-Taste getroffen anstatt der Backspace-Taste. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch an die minimalistische Größe der Taste und kommt damit gut zurecht. Gleiches gilt im Übrigen für die beiden Shift-Tasten, welche auch ein sehr kleines Format aufweisen. Die Umgewöhnung stellte bei mir jedoch kein großes Problem dar, auch wenn man dann wieder auf anderen Tastaturen schreibt, trifft man die Backspace- und Shift-Taste wieder wie gewohnt, da die Tasten auf der KBT Pure Pro lediglich kleiner sind, aber dennoch am gleichen Ort, wie auch bei anderen Tastaturen.

Programmierbarkeit

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Das KBT Pure Pro Keyboard verfügt über ein internes Programmierfeature. Damit können einzelne Tasten auf kurze Macro-Befehle umprogrammiert werden. Dies geschieht komplett ohne Software direkt auf der Tastatur. Als Anleitung wird eine Din-A4 Seite beigelegt, auf welcher die einzelnen Programmierbefehle klar strukturiert erklärt werden. Zudem kommt die Tastatur ab Werk mit vorprogrammierten Macros, so kann beispielsweise auf dem Mac mit FN+N die Lautstärke verringert und mit FN+M die Lautstärke erhöht werden.

Gut gefällt mir hier die problemlose Verwendung unter Mac OSX 10.9.3 Mavericks, sämtliche Kurz-Macros, welche voreingestellt waren können problemlos auf dem Mac verwendet und bei Bedarf auch angepasst werden. Leider verfügt die Tastatur nur über eine Win-Taste, welche dann jedoch unter OSX zur CMD-Taste wird. Hat man das Prinzip einmal verinnerlicht, so laufen die Tastenkombos unter OSX auch wieder wie am Schnürchen.

Die Helligkeit der LED-Beleuchtung der Tastatur kann auch direkt per FN-Tastenkombination vorgenommen werden, so wird mit FN+B die Helligkeit erhöht und mit FN+C die Helligkeit verringert.

Lieferumfang

- KBT Pure Pro Keyboard
- USB-Kabel (2m) Micro-USB
- DE User Manual

Fazit

Seitdem ich die KBT Pure Pro besitze, möchte ich sie nicht mehr missen. Egal ob im Alltag bei normalen Office-Arbeiten, beim Schreiben für den Blog oder auch am Windows-Rechner zum Zocken, das KBT Pure Pro Keyboard ist für mich einfach DIE Tastatur schlechthin. Das mag jetzt sicherlich zu 70% an den wirklich sehr guten Cherry MX Switches liegen, die anderen 30%, sprich die Verarbeitung und Haptik der KBT Pure Pro, sind jedoch auch nicht zu verachten. Jeder, der noch auf der Suche nach einer mechanischen Tastatur ist, sollte sich die KBT Pure Pro mal genauer anschauen, wenn man dann mit dem minimalistischen 60% Layout der Tastatur zurecht kommt. Als einziges Manko bleibt zum Schluss noch anzumerken, dass die Tastatur leider nicht höhenverstellbar ist, was mich jedoch nicht wirklich stört, da ich meine Tastaturen nie wirklich nach “oben” gestellt habe. Zu guter Letzt bleibt nur noch der Preis und die Verfügbarkeit: das KBT Pure Pro Keyboard kostet bei Amazon ca. 110€.

Animationen zu den Cherry MX Switches stammen von geekhack.org
Das YouTube-Video stammt von shixxor